Während die Weltmeisterschaft 2026 langsam Fahrt aufnimmt, natürlich nur im Rahmen der sich selbst gegebenen Möglichkeiten, welche anhand von Begegnungen wie Kongo gegen Usbekistan oder Kap Verde gegen Saudi-Arabien eher eingeschränkt sind, stand im Schlammloch, der ersten Spielstätte des glorreichen SV Waldhof Mannheim 07, der Alsenwegpokal an. Da das von PRO Waldhof auf die Beine gestellte Turnier die Übertragungsrechte noch nicht an beIN Sports oder Paramount+ verscherbelt hatte, fand sich wie jedes Jahr eine nicht kleine Anzahl an Schaulustigen am Ort des Geschehens ein, um einen entspannten Tag bei sommerlichem Wetter, Ureich und Fußball, welcher qualitativ auch hinter Usbekistan und Kap Verde zurückbleiben würde, zu verleben.
Das DoppelPass-Dreamteam trat wie in den letzten Jahren wieder an, in der Hoffnung den dritten Platz von letztem Jahr zu toppen und dieses Jahr vielleicht sogar das Finale zu erreichen.
Nach einer harten und anstrengenden Vorbereitung (eine Stunde gemeinsames Kicken zwei Tage zuvor) ging man also höchst motiviert an den Start. Die eigene Gruppe mit NWA, UM 99 I, Block M und dem Kurpfalzkartell betrachtete man selbst als wahrscheinlich stärkste des Turniers. Da dabei sein nicht immer alles ist, peilte man auch hier den Gruppensieg an, wohlwissend, dass es nicht einfach werden würde.
Das erste Spiel gegen die NWA verlief noch sehr ruhig, einen Sommerkick würde man es wohl nennen. Der 2:1-Sieg bedeutete den richtigen Start ins Turnier, auch wenn es hier und da zu kleinen Unaufmerksamkeiten kam, welche am Ende auch zu einem eher unnötigen Gegentor führten.
In Spiel zwei ging es dann gegen den Vorjahreszweiten UM 99 I. Durch einige Fehler in der Abwehr, unter anderem ein haarsträubender Ballverlust des Schreiberlings, lag man schnell 0:3 hinten. Rückblickend kann man sagen, dass wir von Beginn an überrumpelt wurden. Nach einer wunderschönen Kombination unserer Offensivzauberer gelang uns der Anschluss, nur um im Gegenzug das vierte Tor eingeschenkt zu bekommen. Aufgeben tun wir bekanntermaßen nicht, sodass sich die Offensivabteilung nochmal straffte und bis zu einem 3:4 herankam. Die Chancen zum 4:4 Ausgleich waren allemal vorhanden, wurden nur leider nicht genutzt, sodass wir uns am Ende mit 3:4 geschlagen geben mussten.
Bekanntermaßen verliert man nicht, sondern man lernt. Genau das bewies die Mannschaft im dritten Gruppenspiel gegen den zweimaligen Turniersieger Block M, welcher durch eine souveräne Defensivleistung und brillantes Offensivspiel mit 3:0 geschlagen wurde, womit das Weiterkommen gesichert war.
Das letzte Gruppenspiel gegen das bereits ausgeschiedene Kurpfalzkartell wurde dann mit angezogener Handbremse und Ureich auf der Ersatzbank mit 2:0 gewonnen, wodurch dann feststand, dass wir im Viertelfinale auf den Sieger der letzten zwei Jahre, KSA, treffen.
Durch die Halbfinalniederlage gegen eben jenen Gegner im Vorjahr war man extra motiviert, dieses Jahr nicht gegen dasselbe Team erneut rauszufliegen. Leider standen nach einer Top-Leistung unsererseits mit kaum zugelassenen Chancen in der Defensive lediglich ein Pfostenschuss, ein leeres Tor (welches nicht getroffen wurde) sowie einige weitere Chancen zu Buche. Wenn das Spiel dann 0:0 ausgeht, kann man sich davon auch nichts kaufen. Im Neunmeterschießen versagten auf unserer Seite einmal die Nerven, während KSA souverän ihre Schüsse verwandelte und somit unser Aus im Viertelfinale feststand. Schade.
Erhobenen Hauptes schied man somit aus dem Turnier und musste sich mit der Zuschauerrolle bis zum Finale begnügen. Das Finale verlor der Sieger der letzten beiden Jahre, KSA, überraschend gegen die Exekutive Blau-Schwarz, welche sich damit den Turniersieg holte. Glückwunsch an dieser Stelle an den Sieger.
Unser Dank gilt wie jedes Jahr der Harmonia für die Bereitstellung des Platzes sowie für den Getränkeverkauf. Vielen Dank an die Ultras für die Versorgung der Zuschauenden mit Grillgut. Danke an alle Helfer des Kuchenstandes, sowohl für das Backen der Kuchen als auch für die Arbeit am Stand. Die am Kuchenstand erzielten Spendengelder kommen in vollem Umfang dem Förderkreis Fußballjugend und damit der Jugend des SV Waldhof zugute. Zu guter Letzt noch ein besonderer Dank an alle bei PRO Waldhof engagierten Helfer, welche die Organisation, den Aufbau, die Turnierleitung etc. übernahmen. Top-Arbeit!